Horvath und Hoekstra sind die German Long Drive Champions 2019

Die Uhr zeigte 20 Sekunden Restzeit, die Bässe dröhnten, die Zuschauer jubelten – da jagten Robin Horvath und James Brosnan ihre Bälle gleichzeitig weit in den Himmel über der GolfCity Köln Pulheim. Die letzten Momente des GRAND FINAL der German Long Drive Championship 2019 waren gleichzeitig die lautesten. Monsterdrives beschlossen ein spektakuläres Wochenende. Es war der angemessene Höhepunkt, ein Finale voll hochklassigem und hochspannendem Golfsport.

Neben den Tee-Boxen feierten die Konkurrenten auf der Empore, die Musik wurde noch ein letztes Mal laut. Zweimal noch hallte der Sound der Driver über die Anlage, dann stand er fest, der Sieger des GRAND FINAL: Robin Horvath triumphierte im wichtigsten Wettbewerb der hiesigen Longdrive-Szene mit 330 Metern (360,1 Yards). „Unglaublich. Das ist ein Finale, wie ich es heute morgen nicht erwartet habe. Ich bin schlecht gestartet, gestern und auch heute. Dann habe ich ein paar Dinge geändert – und das hat gewirkt. Das ist der bisherige Höhepunkt meiner Karriere!“ freute sich Horvath, der seinen Titel mit einer kräftigen Champagner-Dusche in seiner berühmten Hulk-Pose feierte.

„Ich war noch nie in den USA“

Der zweitplatzierte Brosnan ärgerte sich nicht lange. Sein Einzug ins Finale sicherte dem Engländer das Ticket für die World Long Drive Championship Ende des Monats in Oklahoma, USA. „Ich war noch nie in den USA und ich hätte vor diesem Wochenende nie damit gerechnet. Ich bin außer mir vor Freude. Und wer weiß: Wenn es weiter so gut läuft, kann ich vielleicht was reißen bei der World Long Drive Championship.“ 

Ähnlich sieht es Horvath, der sich bereits in der REGULAR SEASON sein Ticket für die World Long Drive Championship gesichert hatte. „Ich muss in den USA besser ins Turnier starten als hier. Und dann bin ich in den K.o. Duellen sicher gefährlich“, so Horvath, der aufgrund seiner ungarischen Wurzeln und seiner Liebe für grüne Outfits als „Hungarian Hulk“ die Szene aufmischt. Den dritten Platz bei den Männern sicherte sich Vincent Palm. 

Bei den Frauen triumphierte Lotte Hoekstra mit 268 Metern (282 Yards) in einem sehr engen Finale im Stechen nach 16 statt acht Bällen vor Patricia Klemm. Über Rang drei freute sich Theresa Reil.